LRS-Training
Termine nach persönlicher Absprache - aktuell neue Klienten ab Oktober 2026
Das LRS-Training findet nur persönlich statt.
Du hast keine Lust mehr auf…
- Klassenarbeiten, die mit einem fetten „roten Rand“ zurückkommen?
- blöde Sprüche deiner Geschwister wegen der Rechtschreibung?
- den Tipp von Lehrern „Übe deine Rechtschreibung.“? Denn du weißt gar nicht, wie das geht.
- auf ständiges Lernen zu Hause, ohne dass die Rechtschreibung spürbar besser wird?
- entmutigende Blicke von Freunden, Lehrern oder Eltern, die dir über die Schulter schauen?
- die Frage: „Was soll das heißen“? Denn andere können deine Schrift nicht entziffern.
- ständigen Stress zu Hause wegen der vielen Fehler?
- das Gefühl, dass du für Rechtschreibung einfach zu dumm bist?
- das Gefühl, dass du in allem zu dumm bist?
- die „blöde“ Schule, in der du dich oft schlecht und nicht gut genug fühlst?
Hat unser Kind eine LRS?
Haben Sie mit dem Kinderarzt abgeklärt, dass keine Seh- und Hörproblematik Ursache der Probleme im Lesen und/ oder Rechtschreiben ist, bitten Sie um die Durchführung einer medizinischen Diagnostik. Bei Kindern und Jugendlichen wird die Diagnose LRS von Kinder- und Jugendpsychiatern sowie Kinder- und Jugendpsychotherapeuten gestellt. Darüber hinaus können psychologische Psychotherapeuten das Testverfahren durchführen. Von den Fachpersonen kann zugleich gesehen werden, ob unter Umständen ein Zusammenhang mit AD(H)S, Rechenschwäche oder bei älteren Testpersonen sogar mit depressiven Episoden vorliegt.
Allgemein gilt für die medizinische Diagnose, dass die Lese- und/oder Rechtschreibleistung deutlich unter dem Stand liegen muss, der für das Alter, die Klassenstufe oder die Intelligenz zu erwarten ist.
Für die meisten Eltern ist es zunächst eine enorme Erleichterung, wenn sie erfahren, dass Ihr Kind LRS hat. Denn auch Sie als Eltern tragen ja Sorgen mit sich herum, die manchmal vielleicht denen Ihres Kindes ähneln (siehe oben). In diesem Fall ist es gut zu erfahren, dass es Gründe gibt, warum Ihr Kind immer wieder Probleme mit dem Lesen und/ oder Rechtschreiben hat.
Aber - und das ist die noch bessere Nachricht - es muss nicht so bleiben!
Wie können Sie Ihrem Kind helfen?
Nach Erhalt der Diagnose können Sie im Gespräch mit dem Deutschlehrer und der Klassenleitung klären, ob es in der Schule eine Förderung gibt, die eine Verbesserung der Leistung in den diagnostizierten Bereichen möglich macht. Wenn eine Förderung in kleinen Gruppen angeboten wird und diese bei den konkreten Problemen Ihres Kindes ansetzt, es dabei nicht überfordert, könnte das ein Weg sein.
Sollte das schulische Angebot nicht ausreichen, können Sie sich zum Beispiel an mich wenden, sofern Ihnen mein Vorgehen als passend und zielführend erscheint.
Wenn Sie noch keine umfassende Diagnose haben sollten, werde ich selbst eine Testung Ihres Kindes vornehmen. Diese ist keine Testung im medizinischen Sinne. Die Ergebnisse jedoch sind derart, dass sie nicht nur für den Antrag auf einen Nachteilsausgleich in der Schule genügen. Zugleich zeigen sie mir und Ihnen, auf welcher Ebene des Rechtschreiberwerbs Ihr Kind sich gerade befindet. Und genau dort setzte ich an. Wenn Ihr Kind zum Beispiel die Groß- und Kleinschreibung nicht beherrscht und auch die Laute n und ng nicht unterscheiden kann, beginnen wir nicht bei der richtigen Großschreibung der Substantive (Nomen). Vielmehr setzen wir auf der Ebene des Hörens ein und Ihr Kind lernt, zuerst im grundlegenden Bereich einzelne Laute bestimmten Buchstaben/ Buchstabenkombinationen klar zuzuordnen.
Wie läuft das LRS-Training bei mir ab?
Das LRS-Training bei CLEVER lernen - Lerncoaching Rhein-Sieg besteht aus drei Säulen. Zum Einen geht es mir darum, Ihr Kind so anzunehmen, wie es ist und dafür zu sorgen, dass Buchstaben und Schreibtische nicht die gefühlte Hölle sein müssen. Gemeinsam zu lachen UND zu schreiben ist ein erstes Vorhaben. Ihm nach und nach wieder Mut und Zuversicht zu geben, das zweite. Denn läuft es in einem Bereich gut, kann es Ihrem Kind auch auf anderen Ebenen besser gehen. Denn möglicherweise steht das Problem LRS, wie oben angedeutet, nicht allein da.
Die zweite Säule ist selbstverständlich die konkrete Arbeit an der Verbesserung der Lese- und/ oder Rechtschreibfertigkeiten. Hierfür habe ich mich wie viele meiner Kollegen für die Zusammenarbeit mit dem Institut lernserver entschieden, da die Materialien umfassend sind. Sie machen den Kindern zugleich Mut, dass sie ihre Schwierigkeiten in kleinen Schritten werden bewältigen können. Sollte Ihr Kind noch Schwierigkeiten beim Einhalten der Wortgrenzen (Alle Wörter kleben aneinander.) haben oder die Buchstaben nicht richtig beherrschen, setze ich mit der Förderung dort an, bevor wir uns dem richtigen Schreiben widmen. Generell gilt: Ihr Kind wird nicht überfordert. Die Förderung setzt dort an, wo die Diagnostik die Schwierigkeiten aufzeigt. Erst wenn Ihr Kind bei einem Phänomen Sicherheit erlangt hat, gehen wir zum nächsten über. Eine Woche Groß- und Kleinschreibung und in der folgenden Konsonantenverdopplung wird es nicht geben. Erst wenn eine Regel automatisiert angewendet werden kann, darf der nächste Schritt erfolgen.
Die dritte Säule sind Sie als Eltern und die Zusammenarbeit mit Ihnen. Ich zeige Ihnen, wie Sie beispielsweise durch kleine Aktionen und Gesten Ihr Kind bestärken und motivieren können. Gerade, wenn die Schule vielleicht keinen Nachteilsausgleich (NTA) oder Notenschutz gewährt, also weiterhin frustrierende Klassenarbeitsnoten nach Hause gebracht werden, ist es wichtig, dass Sie Ihr Kind auffangen. Denn eines ist klar: Für ein LRS-Training brauchen Sie, ich und Ihr Kind vor allem eines: Geduld.
Der Weg zur richtigen Rechtschreibung für Kinder mit einer echten LRS ist ein langsamer und es ist wichtig, diesen im Sinne Ihres Kindes behutsam zu begehen - Schritt für Schritt. Nur so kann Ihr Kind auf lange Sicht Sicherheit im Rechtschreiben gewinnen.
Gemäß der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass drei mal zehn Minuten Lernen genau so wertvoll sind wie eine Stunde am Stück, unterstütze ich Sie dahingehend, Ihrem Kind zu Hause in kleinen Einheiten ebenfalls zu helfen. Dafür erkläre ich Ihrem Kind im LRS-Training ein Rechtschreibphänomen und übe dieses mit ihm ein. Die vertiefenden Übungen gebe ich mit einer Erklärung versehen in Ihre Hände. Und sollten sich Schwierigkeiten auftun, bin ich zur Stelle. Aber keine Sorge: Ein paar Stolpersteine am Anfang wird es geben, bis sich schließlich alle Beteiligten in einem immer wiederkehrenden Rhythmus eingefunden haben.
Da es sich um das Erlernen einer Fähigkeit handelt, die das Schreiben mit Hand und Stift, das Berühren des Papiers und insbesondere meine sofortige Rückmeldung an das Kind/ den Jugendlichen erfordern, sollte ein Wort fehlerhaft geschrieben sein, ist es mir im Sinne Ihres Kindes wichtig, das LRS-Training nur persönlich vor Ort anzubieten.
Zusammenarbeit mit der Schule
Gern erkläre ich Ihnen während eines gemeinsamen Treffens, welche rechtlichen Grundlagen es in Ihrem Bundesland und an Ihrer Schulform für einen sogenannten Nachteilsausgleich (NTA) gibt. Vereinfacht gesagt ist es oft so, dass Ihr Kind ein Anrecht darauf hat, in der Schule eine individuell sinnvolle Form der Unterstützung zu erhalten. Diese als NTA bezeichnete Unterstützung setzt allerdings voraus, dass Sie für Ihr Kind eine regelmäßige schulische oder private Förderung (zum Beispiel bei mir) nachweisen können. Welche Form der Hilfe in der Schule zielführend sein kann, würde ich gern mit Ihnen gemeinsam besprechen, um danach die Schule Ihres Kindes fachkundig beraten zu können, wenn dies gewünscht wird.
Nachweise über die regelmäßige Förderung Ihres Kindes mit den detaillierten Inhalten der Förderung (wenn von der Schule gewünscht) erstelle ich Ihnen in diesem Zusammenhang ebenfalls gern.
Für den Erfolg Ihres Kindes ist es sehr von Vorteil, wenn Eltern, LRS-Trainer und Lehrer vertrauensvoll zusammenarbeiten. Dabei bin ich Ihnen als Brückenbauer gern behilflich.
Das Dilemma mit dem Begriff LRS
Verwirrend und leider für die Betroffenen nicht immer hilfreich ist es, dass die Abkürzung LRS in den vergangenen Jahren unterschiedlich „interpretiert“ wurde und wird. Dabei geistern allein im Bundesland NRW ganz unterschiedliche Begriffe durch die Schullandschaft. Mal ist es die LR-Störung, dann die LR-Schwäche; aktuell sind es laut Handreichung des Bildungsministeriums ganz allgemein LR-Schwierigkeiten. Hintergrund ist sicher, dass man niemanden als krank stigmatisieren möchte. Außerdem möchte man möglichst allen betroffenen Kindern in den Schulen helfen. Denn die Probleme im Lesen und Schreiben haben in den letzten Jahren deutlich sichtbar zugenommen. Das Ziel hinter dieser Vorgehensweise ist also absolut ehrenwert.
Sollte Ihr Kind aber zu denen gehören, die eine echte LR-Störung im medizinischen Sinne haben, ist es für Sie wichtig zu wissen, dass in den meisten Schulen lediglich den Kindern und Jugendlichen geholfen werden kann, die ein paar LR-Schwierigkeiten aufweisen. Für Sie ist es also wichtig, zu wissen, welche LRS-Diagnose Ihr Kind nach einer richtigen und umfangreichen Testung erhalten hat. Sollte es eine LRS im ursprünglichen Sinne haben, prüfen Sie bitte in Frage kommende Förderangebote von Schulen und Fördereinrichtungen auch unbedingt dahingehend, ob der LRS-Begriff, welcher der jeweiligen Förderung zugrunde liegt, mit dem Ihres Kindes übereinstimmt. Oder fragen Sie gleich beim Besprechen des Ergebnisses, welche Förderung für Ihr Kind aus Sicht der testenden Fachperson angeraten ist.
Eine zielführende Förderung Ihres Kindes mit einer echten LRS erfüllt aus meiner Sicht die folgenden Bedingungen:
- Kleingruppen- oder Einzelförderung
- aussagekräftige Diagnostik nach standardisiertem Verfahren
- Arbeit am Fehlerschwerpunkt Ihres Kindes, es arbeitet nicht einfach ein Standardheft durch
- für Ihr Kind und Sie ansprechendes und verständliches (!) Material
- ausreichend viele Übungen zum Automatisieren, nicht zu viel Neues auf einmal
- wertschätzender Umgang mit Ihrem Kind (Ihr Kind geht zunehmend lieber dorthin und vertraut der Person.)
- Ausbildung der Person im Therapieren einer echten LR-Störung
Das Ziel hinter dem Aufweichen des Begriffes war ein gutes. Die Folge in der begrifflichen Unschärfe ist es nicht immer. Bitte prüfen Sie daher im Interesse Ihres Kindes seinen exakten Förderbedarf und lassen Sie sich gern von Fachpersonen beraten, welcher Weg in Ihrem ganz konkreten Fall beschritten werden sollte.
Allen Lehrern an den Schulen, die versuchen, in den Zusatzkursen ihren Schülern bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten gerecht zu werden und sie Tag für Tag dabei engagiert unterstützen, danke ich ausdrücklich für diese so wichtige Arbeit!
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